Die einstelligen Domains
Wen verwunderts, auch hier hat Google die Nase vorn. Mit www.g.cn hat sich der Suchmaschinengigant erst vor kurzem den kürzesten Domain-Namen der Welt gesichert.
Die Urväter des Internets befürchteten bei einstellige Domains eine grosse Verwechslungsgefahr und deshalb sind seit 1993 einstellige Domains - normalerweise - gesperrt. Deshalb wurden die meisten kurzen und prägnanten Adressen in der Urzeit des World Wide Web registriert. So konnten in der Gründerzeit des Internets noch weitere Firmen oder Organisationen “one-letter-domains” sichern:
Das X im Namen hat einmal die X.org-Foundation, eine Stiftung, der Firmen wie IBM, Sun und HP angehören, die sich um die Weiterentwicklung des X-Servers kümmert.
Wenn Sie x.com eingeben, sind Sie auf der Hompage von Paypal, dem Onlinezahlsystem von Ebay.
Das Z hat sich der japanische Autobauer Nissan für seinen Sportwagen Nissan Z. gesichert, den man unter www.z.com präsentiert bekommt.
Die letze der einstelligen Domains der westlichen Nationen ist der Buchstabe Q, denn mit q.com wird der Internet-Provider Qwest erreicht.
China erlaubt zur Zeit noch weitere einstelligen Adressen, eine ist www.6.cn.
Hier findet man aber keine schlüpfrige Sexseite sondern ein seriöses chinesisches Nachrichtenportal.
Die zweistelligen Domains
Diese dürfen zwar in Deutschland auch nicht mehr registriert werden, denn laut den Regeln der Denic, der deutschen Internetadressverwaltung, muss eine Domain mindestens drei Zeichen enthalten und höchstens aus 63 Zeichen bestehen.
Hier hat sich in den Urzeiten des Webs unter anderem die Deutsche Bahn mit www.db.de, die Computerzeischrift iX und der Medien-Dienstleister HQ mit www.hq.de sehr einprägsame Domainnamen gesichert.
International gibt es weit mehr zweistellige Namen, denn mit 3 stelligen Endungen der Top-Level Domains wie .com, .org, .biz und wie sie sonst noch heissen, haben die Namen dann insgesamt wieder fünf Zeichen und alle Kontrollgremien sind zufrieden.